Es ist schön hier, du wirst mit Liebe umgeben. Wir lernen viele neue Dinge. Ich habe mir lange gewünscht, eine so große Familie zu haben und geliebt zu werden von allen.
A.M., 14 Jahre

Frauen erzählen ihre Geschichte – A.V.

Mein Name ist A.V. Ich bin 22 Jahre alt und stamme aus einer Familie, in der wir es alle schwer hatten. Meine Eltern waren beide Alkoholiker, und meine Mutter starb unter grausamen Umständen, als ich klein war. Auch die zweite Frau meines Vaters, meine Stiefmutter, starb nach einigen Jahren auf tragische Weise vor meinen Augen. Mein Vater war als Alkoholiker sehr aggressiv. Wenn er betrunken war, hat er uns ganz häufig aus dem Haus gejagt, selbst nachts und im Winter bei großer Kälte.
Ich habe viel gelitten, weil ich von den Eltern keine Liebe und nie ein gutes Wort bekommen habe. Wir hatten oft nichts zu essen, weil das Geld für den Alkohol draufging. Meine Geschwister und ich haben sehr oft Hunger gehabt, aber irgendwie haben wir überlebt.
Durch all den Mangel hatte ich manches Defizit in meiner Persönlichkeit. Ich war sehr chaotisch und hatte keine Kenntnisse in Haushaltsführung, ich habe früh geraucht und gelogen und konnte mich nicht unterordnen. Die Schule habe ich abgebrochen, weil ich große Lernschwierigkeiten hatte. In diesen Jahren habe ich sehr viel geweint.
Nachdem meine Schwester und ich durch eine Sozialarbeiterin in das Frauenhaus gekommen sind, fing mein Leben an, sich zu ändern. Ich durfte nun vieles lernen. Endlich habe ich all das für den Körper, die Seele und meinen Geist bekommen, was ich mein bisheriges Leben lang vermisst habe.
Mit Hilfe der Mitarbeiterinnen und Mitbewohnerinnen habe ich Begabungen an mir entdeckt, von denen ich nichts gewusst habe. Mein Selbstvertrauen hat sich auch eingestellt und entwickelt. In meinem Herzen hat ein großer Heilungsprozess stattgefunden. Im Frauenhaus habe ich auch ganz neu zu meinem guten Vater im Himmel gefunden. Durch Jesus, seinen Sohn, habe ich Hilfe gefunden und Kraft, mich zu ändern.
Inzwischen habe ich meinen Schulabschluss machen können und eine Arbeit gefunden. Zusammen mit meiner Schwester habe ich eine schöne kleine Wohnung, in der wir ungestört leben können.
Ich danke Gott für die Menschen im Frauenhaus, die in mich investiert haben. Seit einiger Zeit bin ich im Frauenhaus als Mitarbeiterin angestellt und für die Küche und die Hauswirtschaft zuständig.
Mir gefällt es hier im Haus, weil es sauber ist und gute Bedingungen hat. Wir haben Heizung (es ist warm), Essen und Kleider. Ich freue mich, dass der Herr Jesus mir geholfen hat, die Frau Elfriede kennen zu lernen.
G. C., 26 Jahre