Sehr geehrte Damen und Herren,

Über die Autorin

Elfriede Fronius

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Frauenhaus.

Ich habe selbst bis 1989 in Rumänien gelebt. Durch meinen alkoholabhängigen Bruder habe ich auch innerhalb der Familie Leidvolle Erfahrungen gemacht. In Deutschland habe ich mich in der Frauenarbeit meines Gemeindeverbandes engagiert. Außerdem bin ich beim überkonfessionellen Frühstückstreffen für Frauen verantwortlich tätig. 2002 brachte ich die Idee des Frühstücktreffens nach Rumänien und half, die gemeindliche Frauenarbeit in Rumänien aufzubauen. Dabei erlebte ich in persönlichen Gesprächen immer wieder, wie viel Leid die rumänischen Frauen ertragen müssen. In akuten Notsituationen wussten die Frauen und Mädchen nicht wohin. Zu dieser Zeit gab es nur 3 Frauenhäuser in ganz Rumänien. So wuchs in mir der Wunsch in Rumänien ein Frauenhaus zu eröffnen.

Im Februar 2004 wurde der Verein gegründet. Um in Rumänien aktiv werden zu können wurde in Rumänien ebenfalls ein Verein gegründet. Ich bin die erste Vorsitzende in Deutschland und in Rumänien. Wir arbeiten ausschließlich auf Spendenbasis. Außerdem wurden uns zinslose Darlehen zur Verfügung gestellt. Vom rumänischen Staat erhalten wir nur eine geringe steuerliche Entlastung. Spenden werden in Rumänien selbst nur wenige eingenommen.


Auf einen Blick

Die Arbeit im Frauenhaus

Wir starteten Anfang 2004 mit dem Kauf eines Appartements. Schon im Juli kauften wir das heutige Frauenhaus. Das Appartement wurde wieder verkauft. Offiziell wurde das Frauenhaus am 15. Oktober 2005 eingeweiht. Die folgenden Aus-, Um- und Neubauten wurden durch viele ehrenamtliche Helfer unterstützt.
Viele der Frauen und Mädchen kommen aus sehr armen Verhältnissen. Zum Teil auch mit Defiziten in ihrer Entwicklung. Im Frauenhaus erfahren sie Annahme und liebevolle Unterstützung auf dem Weg in ein eigenständiges Leben. Durch die Vermittlung christlicher Werte erhalten sie die Möglichkeit ihr weiteres Leben an positiven Leitlinien auszurichten und zu einer starken Persönlichkeit zu werden.
Im Frauenhaus werden alle anfallenden Arbeiten gemeinsam erledigt. So lernen sie ganz nebenbei putzten, kochen, waschen, backen, eigentlich eine Ausbildung in Haushaltsführung. Unter den Frauen entstehen z. T. auch positive Freundschaften.
Einige ehemalige Bewohnerinnen sind nun Mitarbeiterinnen in unserem Haus. Sie können ihre guten Erfahrungen an die Frauen im Haus weitergeben.

Es werden jedes Jahr zwischen 15 und 20 Personen im Haus betreut. Sie erhalten Unterkunft, Kleidung und Nahrung, ärztliche Versorgung dazu psychologische Betreuung. Dazu kommt Motivation und Unterstützung für Schule, Ausbildung und Arbeitssuche. Die Frauen können maximal 2 Jahre im Haus bleiben. Auch für die Kinder gibt es eine regelmäßige Betreuung.
Unser größter Lohn ist es, zu sehen, wie aus scheuen, verängstigten Menschen lebensbejahende stabile Persönlichkeiten werden.
Die Frauen und Mädchen im Haus leisten einen Beitrag zum Unterhalt gemäß ihrem verfügbaren Einkommen.

Die Vereinsarbeit

Wir informieren unsere Spender und Interessierte regelmäßig durch unsere Rundbriefe. Einmal im Jahr findet ein Treffen statt, bei dem durch Bilder und Berichte informiert wird. Außerdem wird der Verein bei Gemeinden und verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt.
Von den eingenommen Spenden werden folgende Ausgaben bestritten:

  • z. Z. 8 Angestellte im Frauenhaus
  • der Unterhalt des Hauses und die Verpflegung
  • Büromaterial, Porto und Telefon
  • Rückzahlung der Darlehen.
  • Dank Internet-Telefonie und E-Mail können wir regelmäßig mit den Mitarbeiterinnen in Kontakt stehen.
  • Drei bis vier Mal im Jahr fährt die Vorsitzende nach Rumänien um die Mitarbeiter zu schulen und aufzubauen.

Wir halten die Werbekosten bewusst niedrig, deshalb ist die Qualität der Bilder und Drucke sehr einfach. Unsere Hausbank übernimmt für uns kostenlos den Druck von Flyern und den Rundbriefen.

Zurzeit werden 7.100 € monatlich für den Unterhalt des Hauses benötigt.

Steigende Lohnkosten in Rumänien und die Wirtschaftskrise erschweren es uns immer mehr die erforderlichen Spenden zu sammeln. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen würden. Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen.

Geschichte des Frauenhauses

Das Haus ist seit Juli 2004 im Besitz des Vereins. Inzwischen wurden die Heizungsanlage sowie Türen und Fenster erneuert und dringend notwendige Isolierungsarbeiten durchgeführt. Außerdem wurde das Haus aufgestockt; dadurch wurden fünf Zimmer gewonnen, sodass insgesamt 20 Personen aufgenommen werden können. Zurzeit finden mehrere Frauen und ihre Kinder Zuflucht in unserem Haus.

Erfahren sie mehr über die Entstehung des Frauenhauses
Elfriede Fronius, 1. Vorsitzende des Vereins Esther – Frauen bringen Hoffnung e.V., ist 1968 in Siebenbürgen/Rumänien geboren, verheiratet und hat vier Kinder. Sie lebt seit 1990 in Deutschland und ist in der Frauenarbeit ihres Gemeindeverbandes sowie dem überkonfessionellen Frühstückstreffen für Frauen verantwortlich tätig. 2002 brachte sie mit Einverständnis der jeweiligen örtlichen Kirchengemeinden die Idee des Frühstückstreffens nach Rumänien und half, gemeindliche Frauenarbeit aufzubauen.

In der Seelsorge erlebte sie den Schmerz vieler rumänischer Frauen, die vielfach von ihren Männern misshandelt werden.
Diese Not und die leidvollen Erfahrungen, die ihre eigene Familie durch die Auswirkungen der Alkoholsucht ihres Bruders machte, führten zur Planung eines Frauenhauses in Rumänien.
Der 2004 in Deutschland gegründete Verein „Esther – Frauen bringen Hoffnung e. V.“ hat dazu beigetragen, dass inzwischen ein passendes Haus erworben und seiner Bestimmung übergeben werden konnte.